Wir brauchen eine neue Orgel für unsere Kirche

Wer auf die Empore schaut, der Liturgie folgt oder die Interpreten des Internationalen Weilheimer Orgelsommers erlebt, hört selten etwas vom Windabfall im Rückpositiv, von der minderen Qualität vieler technischer Teile und der Anspannung des Organisten, ob das Instrument wohl durchhält. Immer wieder fallen einzelne Register aus, bleiben Töne als „Heuler“ hängen, manches Register „schreit“, die Pfeifen sind kaum noch zu stimmen, die mechanischen Teile ausgeleiert. Nach dem Urteil zahlreicher Sachverständiger ist eine Verbesserung durch Reparatur und Überarbeitung nicht möglich, sondern kommt nur ein Neubau in Frage. Die Orgel „ist der Stadtpfarrkirche und der Kreisstadt Weilheim als spirituellem und künstlerischem Zentrum des Pfaffenwinkels nicht angemessen“, urteilt der Orgelsachverständige Prof. DDr. Michael Hartmann, Seeshaupt, und Pater Stefan Kling, Orgelsachverständiger in Augsburg, sagt salopp „aus einem Spatz kann man keine Nachtigall machen“. Lesen Sie hier in Auszügen, was die Sachverständigen sagen.

EURO
sind bisher gespendet oder zugesagt von den notwendigen ca. 950.000.000 €
Gesichertes Geld aus Spenden und Zuschüsse
47%

Was - wer - wann - wie

Die neue Orgel soll besser, haltbarer und funktioneller werden als das derzeitige, an das Ende seiner Lebensdauer gekommene Instrument, und die nächsten 200 Jahre halten. Das Instrument muss den Kirchenraum mit seiner anerkannt guten Akustik füllen und sowohl seine liturgischen Aufgaben optimal erfüllen als auch konzerttauglich sein. Der Internationale Weilheimer Orgelsommer hat sich im Kulturkalender Weilheims glänzend etabliert. Um herauszufinden, welche Disposition für die neue Orgel gewählt wird, wollen wir allen Interessierten andere Orgeln zeigen und vorführen. Orgelfahrten mit Besichtigung der Instrumente und Hörproben werden über den Orgelbauer, der beauftragt wird, und die Disposition der Orgel mitentscheiden.

Die Kirchenverwaltung von Mariae Himmelfahrt überlegt seit Anfang 2017, wie es mit der Orgel weitergeht. Aufgrund der Gutachten, die ihr vorliegen, der Stellungnahmen der Künstler, die im Weilheimer Orgelsommer das Instrument kennengelernt haben, und letztlich der Sorgen um den Fernsehgottesdienst im März 2017, als die Anspannung, ob die Orgel durchhält, die Vorbereitungen geprägt haben, hat die Kirchenverwaltung im April 2018 einhellig beschlossen das Projekt „Neue Orgel“ anzugehen. Wie es klingen und disponiert werden soll, werden Kirchenmusiker Jürgen Geiger und der Intonateur des Orgelbauers miteinander festlegen. Den Auftrag zum Neubau muss die Kirchenverwaltung Mariae Himmelfahrt geben, die ihr Mitglied Dr. Ulrich Bracker zum Projektbeauftragten bestimmt hat, der zusammen mit weiteren Enthusiasten Spenden sammeln und Aktionen koordinieren soll. Viele Ideen und Helfer wird es brauchen um Spendenprojekte zu organisieren, Werbematerial herzustellen und zu verteilen, Fahrten zu organisieren, alles, was uns weiterbringen kann.

Ist die Disposition der neuen Orgel, also die Anzahl, Art und Verteilung der Register, die Zahl der Manuale und die Zuordnung der Komponenten festgelegt, werden verschiedene Orgelbauer um Angebote gebeten. Den Auftrag für eine neue Orgel erteilt die Kirchenverwaltung Mariae Himmelfahrt an den Orgelbauer, der das beste Angebot macht und durch die Orgeln, die wir in der Zwischenzeit erlebt haben, überzeugt. Die Finanzierung muss bis dahin zu mindestens zwei Dritteln der Angebotssumme gesichert sein, also die Mittel bereitstehen oder verbindliche Zusagen vorliegen. Der Orgelbau wird in der Werkstatt des Orgelbauers einige Monate, vielleicht bis zu einem Jahr dauern. Dort wird sie einmal zusammengebaut und probegespielt. Dann muss die alte Orgel entfernt, der Kirchenbau vielleicht für den neuen Orgelprospekt ertüchtigt und die neue Orgel eingebaut werden. Das wird zwei bis drei Monate in Anspruch nehmen. Wann es los geht hängt entscheidend davon ab, wie schnell wir genügend Geld oder Zusagen für Spenden und Zuschüsse erhalten.

Für eine neue Orgel darf die Kirchenstiftung kein Stiftungsvermögen verwenden, also z. B. den Erlös aus einem Grundstücksverkauf. Auch gibt es keine Zuschüsse des Bistums, nur aus einem durch Spenden gespeisten Orgelfonds der Diözese. Für unsere Bedürfnisse müssen wir mit Kosten von 800.000 bis 1 Mio. Euro rechnen. Aus privaten Spenden und mit dem Zuschuss des Orgelfonds sind 25 % bereits gedeckt, das Übrige muss durch Spenden und andere Zuschüsse aufgebracht werden, jeder Betrag ist willkommen!

Nicht nur eine Geldspende fördert das Gelingen des Orgelprojekts. Auch wer mit persönlichem Einsatz anpackt bei Spendenaktionen wie Benefizkonzert, Benefizlesung, Spendenlauf, Orgelfrühstück oder mit eigenen Ideen, wer Infomaterial gestaltet, eine Orgelpost als laufende Information betreuen will, der hilft.

Wer einen bestimmten Orgelton stiften will, muss das bei der Überweisung vermerken und sollte (nach oben offen) mindestens 80 Euro spenden – die Pfeifen sind unterschiedlich groß und teuer –. Die Zuteilung der einzelnen Töne müssen wir uns vorbehalten.

Das Orgelkonto der Kirchenstiftung Mariae Himmelfahrt für zweckgebundene Spenden ist eingerichtet bei der

Sparkasse Oberland (BIC: BYLADEM1WHM) unter

IBAN DE27 7035 1030 0000 3539 04

Jeder Betrag ist willkommen und bringt uns unserem Ziel näher. Soweit eine Spendenbescheinigung gewünscht oder erforderlich ist, bitte Anschrift nicht vergessen. Auch die schriftliche Zusage einer Spende innerhalb der nächsten zwei Jahre hilft uns, wenn jemand nicht oder nicht alles sofort einzahlen kann oder will. Eine Spendenzusage für eine Überweisung oder mit Lastschriftmandat können Sie hier machen.